Das KZ Bisingen (16)

 


Dass Baden-Württemberg am Ende des Zweiten Weltkrieges mit kleineren Konzentrationslagern übersät war, ist weitgehend unbekannt. Noch im August 1944 ließ das NS-Regime am Fuße der Hohenzollernburg in Bisingen ein KZ errichten, um im Rahmen des Unternehmen „Wüste“ aus Ölschiefer Treibstoff zu gewinnen. Mindestens 1178 KZ-Häftlinge wurden hier bei diesem völlig sinnlosen Unterfangen umgebracht. Ein KZ-Geschichtslehrpfad führt zu den Orten ihrer Leiden. „Das KZ Bisingen (16)“ weiterlesen

Die Gedenkstätte für nach Auschwitz deportierte Sinti aus dem Ravensburger Ummenwinkel (15)

 


Um „der Zigeunerplage Herr zu werden“ errichtete die Stadt Ravensburg auf eigene Initiative 1937 im Ummenwinkel ein „Zigeunerlager“. Seit Jahrzehnten in Ravensburg ansässige Sinti-Familien wurden dorthin zwangsumgesiedelt und viele von ihnen schließlich am 13. März 1943 auf Basis des vom „Reichsführer SS“ Heinrich Himmler unterzeichneten „Auschwitz-Erlasses“ nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Vor der Pfarrkirche Sankt Jodok erinnert seit Januar 1999 eine schlichte Gedenk-Stele an ihr Schicksal. „Die Gedenkstätte für nach Auschwitz deportierte Sinti aus dem Ravensburger Ummenwinkel (15)“ weiterlesen

Die Stuttgarter Gedenkstätte für Lilo Herrmann (14)

 


Liselotte (Lilo) Herrmann war die erste Frau, die im NS-Staat als Widerstandskämpferin hingerichtet wurde. Die junge Antifaschistin war verraten, verhaftet und 1937 in Stuttgart wegen „Landesverrats und Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt worden. Im Alter von nur 28 Jahren wurde Lilo Herrmann am 20. Juni 1938 in Berlin-Plötzensee umgebracht. Eine internationale Solidaritätskampagne zur Rettung der jungen Mutter war erfolglos geblieben. „Die Stuttgarter Gedenkstätte für Lilo Herrmann (14)“ weiterlesen

Das KZ Überlingen (13)

 


Um die Rüstungsproduktion am Bodensee unterirdisch „bombensicher“ fortsetzen zu können, wurde in Überlingen im September 1944 ein Außenlager des Konzentrationslagers Dachau errichtet. Die KZ-Häftlinge schufteten beim Bau des Goldbacher Stollens, in den Teile der Rüstungsbetriebe aus Friedrichshafen verlagert werden sollten. Mindestens 243 von ihnen wurden innerhalb von nur acht Monaten getötet, fielen den unmenschlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen zum Opfer oder wurden von den Wachmannschaften ermordet. „Das KZ Überlingen (13)“ weiterlesen

Opfergedenken und Tätererinnerung in Waldkirch (12)

 


Städte und Gemeinden schmücken sich gern mit ihren berühmten Söhnen und Töchtern. Was aber, wenn einer ihrer Bürger für ein Verbrechen unvorstellbaren Ausmaßes – die Ermordung von über 138.000 Jüdinnen und Juden in Litauen – verantwortlich war? Das südbadische Waldkirch im Breisgau hat diese Frage auf Initiative der „Ideenwerkstatt Waldkirch im NS-Staat” mit der Errichtung einer Gedenkstätte beantwortet, die Tat und Täter in Erinnerung bringt. „Opfergedenken und Tätererinnerung in Waldkirch (12)“ weiterlesen

Das KZ Radolfzell (11)

 


„Die Flüsterstadt” nannte Gerd Zahner sein Theaterstück über die NS-Vergangenheit der ehemaligen SS-Garnisonsstadt Radolfzell. Über zehn Jahre später muss nicht mehr hinter vorgehaltener Hand darüber gesprochen werden, dass es in Radolfzell – wie auch in Überlingen-Aufkirch – ein Außenlager des Konzentrationslager Dachau gab: Bürgerschaftliches Engagement hat lange Verdrängtes offengelegt und zur Schaffung zweier Gedenkstätten geführt. „Das KZ Radolfzell (11)“ weiterlesen

Zum Mahnmal der Grauen Busse in die ehemalige „Heilanstalt Weißenau” (10)

 


Mindestens 691 Patientinnen und Patienten der Ravensburger „Heilanstalt Weißenau” wurden ab Mai 1940 mit Bussen in Mordanstalten deportiert und dort vergast, zumeist in Grafeneck. Die „Grauen Busse” sind zum Gedenk-Symbol der NS-„Euthanasie”-Aktion geworden. Seit dem Jahr 2007 versperrt am Zentrum für Psychiatrie (ZfP) ein in Beton gegossenes Abbild dieser Busse die historische Pforte der ehemaligen Heilanstalt – eingemeißelt darin die überlieferte Frage eines der Opfer vor dem Abtransport: „Wohin bringt Ihr uns?” „Zum Mahnmal der Grauen Busse in die ehemalige „Heilanstalt Weißenau” (10)“ weiterlesen

Endstation Feldkirch (9)

 


Als sich die Verwaltung des österreichischen Grenzorts Feldkirch entschloss, mit einem Denkmal an die Opfer der Nazi-Diktatur zu erinnern, fiel die Standortwahl auf den Bahnhof. Seit 1998 ist dort ein Zitat des Schriftstellers Carl Zuckmayer zu lesen, dem im März 1938, wenige Tage nach dem „Anschluss“ Österreichs, über den Bahnhof Feldkirch die Flucht in die Schweiz gelang. Viele andere Menschen hatten weniger Glück: Für sie wurde Feldkirch zur Endstation ihrer Flucht. „Endstation Feldkirch (9)“ weiterlesen

Die KZ-Gedenkstätte im Eckerwald (8)

 


Wo die Schwäbische Alb an ihrem Nordtrauf steil abbricht, lagern unter der Erdoberfläche mächtige Gesteinsschichten des Schwarzen Jura, aus dem sich Schieferöl gewinnen lässt. Hier ließ das NS-Regime noch in der letzten Kriegsphase einen Industriekomplex von Schieferölfabriken zur Treibstoffgewinnung errichten – von KZ-Häftlingen unter mörderischen Bedingungen. Eine Fabrik stand im Eckerwald. „Die KZ-Gedenkstätte im Eckerwald (8)“ weiterlesen

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