Die Gedenkstele für Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Lindau (34)

 


Um die 13 Millionen zivile Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und Häftlinge verschleppte das NS-Regime ab 1939 aus den besetzten Gebieten ins Deutsche Reich. Um den rasant steigenden Arbeitskräftebedarf der deutschen Kriegswirtschaft zu decken, mussten die „fremdvölkischen Untermenschen“ unter den Augen der deutschen Zivilbevölkerung Zwangsarbeit verrichten. Seit Ende Januar 2021 erinnert in Lindau eine Gedenkstele an das Schicksal der dorthin verschleppten und ausgebeuteten Frauen, Männer und Kinder. „Die Gedenkstele für Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Lindau (34)“ weiterlesen

Das KZ Natzweiler-Struthof (33)

 


Das KZ Natzweiler-Struthof war das einzige deutsche Konzentrationslager auf französischem Boden. Im von den Deutschen annektierten Elsass mussten ab 1941 vor allem politisch verfolgte Nazigegner und Widerstandskämpfer aus vielen Ländern Europas Schwerstarbeit leisten. Struthof war Schauplatz von bestialischen pseudowissenschaftlichen Menschenversuchen und zentrale Exekutionsstätte der Region. Auch nach der Räumung des KZ im Herbst 1944 bestand es der Form nach als Stammlager für die zahlreichen Außenlager auf deutschem Boden fort; die meisten davon befanden sich im heutigen Baden-Württemberg. „Das KZ Natzweiler-Struthof (33)“ weiterlesen

Die Gedenkstele für Ernst Prodolliet in seinem Heimatort Amriswil (31)

 


Der Schweizer Diplomat Ernst Prodolliet (1905-1984) verhalf während der Naziherrschaft vielen deutschen und österreichischen Jüdinnen und Juden zur Flucht und rettete sie so vor dem sicheren Tod. 1982 wurde er von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechter unter den Völkern“ geehrt, blieb aber in seiner Heimat weitgehend unbekannt. Nun errichtete die Gemeinde Amriswil am 1. Juli 2021 ihm zu Ehren eine Gedenkstele. „Die Gedenkstele für Ernst Prodolliet in seinem Heimatort Amriswil (31)“ weiterlesen

Im Gedenken an Jura Soyfer und andere Verfolgte des NS-Regimes nach Gargellen (30)

 

Noch gibt es keine Gedenkzeichen, die im Grenzgebiet zwischen dem österreichischen Montafon und dem Schweizer Prättigau an die Schicksale jener Menschen erinnern, deren Flucht vor den NS-Schergen dort scheiterte. Der junge Dichter Jura Soyfer, der uns das „Dachaulied“ hinterließ, ist einer von ihnen. Ihm und all jenen, denen die Flucht in die Schweiz nicht gelang, setzt zumindest in den Sommermonaten das „teatro caprile“ mit seiner Theaterwanderung „Auf der Flucht“ ein Denkmal, das in nachhaltiger Erinnerung bleibt. „Im Gedenken an Jura Soyfer und andere Verfolgte des NS-Regimes nach Gargellen (30)“ weiterlesen

Das Frauen-KZ in Geislingen an der Steige (29)

 


Ab Juli 1944 wurden über achthundert jüdische Mädchen und Frauen, die bei der Selektion in Auschwitz als „arbeitsfähig“ eingestuft worden waren, auf Veranlassung der Firma Württembergische Metallwaren Fabrik (WMF) nach Geislingen verlegt. Untergebracht in einem eigens für sie errichteten Konzentrationslager, mussten sie im längst auf lukrative Rüstungsproduktion umgestellten WMF-Werk Schwerstarbeit leisten. Frauen, die aufgrund der elenden Lebens- und Arbeitsbedingungen schwer erkrankten und nicht mehr arbeitsfähig waren, hat das Nazi-Regime zur Vergasung zurück nach Auschwitz befördert.  „Das Frauen-KZ in Geislingen an der Steige (29)“ weiterlesen

Das jüdische Hohenems (28)

 


Dort, wo im Ortskern von Hohenems die Judengasse und die Christengasse zusammentrafen, lebten über 300 Jahre lang Jüdinnen und Juden, die die Kleinstadt in Vorarlberg nachhaltig prägten. Auch wenn es dort heute – nach Zwangsumsiedlung und anschließender Deportation der letzten Mitglieder durch das Nazi-Regime – längst keine eigene jüdische Gemeinde mehr gibt, gilt das Jüdische Viertel als eines der wenigen so lückenlos erhalten gebliebenen Ensembles mit jüdischer Geschichte. Mittendrin und weit über Vorarlberg hinaus bekannt steht das jüdische Museum als sehr lebendiger Ort der Auseinandersetzung mit Gegenwart und Vergangenheit. „Das jüdische Hohenems (28)“ weiterlesen

Der Stuttgarter Deportationsbahnhof (27)

 


Ende November 1941 begann die Deportation von Jüdinnen und Juden aus ganz Württemberg und Hohenzollern. Am 1. Dezember 1941 verließ der erste Zug mit über 1000 Männern, Frauen und Kindern den Stuttgarter Nordbahnhof in Richtung Riga; sie waren vorher im Sammellager auf dem Gelände der Reichsgartenschau auf dem Killesberg zusammengetrieben worden. Für fast alle war es eine Reise in den Tod. Weitere Deportationen folgten: Mehr als 2500 Menschen jüdischer Herkunft und über 250 Sinti und Roma wurden vom Nordbahnhof in die Konzentrationslager Iżbica, Auschwitz und Theresienstadt transportiert. „Der Stuttgarter Deportationsbahnhof (27)“ weiterlesen

Die Gedenkstätte für jüdische Flüchtlinge in Riehen (26)

 

In der kleinen Schweizer Gemeinde Riehen im Dreiländereck bei Basel befindet sich seit dem Jahr 2011 die Gedenkstätte für jüdische Flüchtlinge. Ganz nah an der Grenze, an der während des NS-Regimes so viele Fluchtversuche dramatisch scheiterten, widmet sich die Gedenkstätte nicht nur jenen jüdischen Flüchtlingen, die das Glück hatten, in der Schweiz Aufnahme zu finden. Erinnert wird hier auch an alle, denen die Schweiz den rettenden Einlass verweigerte: der Opfer einer rigiden und rassistischen Flüchtlingspolitik. „Die Gedenkstätte für jüdische Flüchtlinge in Riehen (26)“ weiterlesen

Das KZ Oberer Kuhberg in Ulm (25)

 


Das Konzentrationslager Oberer Kuhberg war eines jener frühen Lager, die die Nazis – kaum war ihnen die Macht übertragen worden – bereits 1933 überall in Deutschland zur sofortigen Ausschaltung ihrer politischen und weltanschaulichen Gegnerinnen und Gegner errichten ließen. Obwohl es das einzige dieser frühen KZ in Süddeutschland ist, dessen Gebäude und Gelände weitgehend unverändert erhalten blieb, bedurfte es jahrzehntelanger Bemühungen vor allem der Lagergemeinschaft Heuberg-Kuhberg-Welzheim, die weit verbreitete Schlussstrichmentalität zu durchbrechen und eine beeindruckende Gedenkstätte zu schaffen. „Das KZ Oberer Kuhberg in Ulm (25)“ weiterlesen

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